7. August
Hl. Bekenner Kajetan
Duplex
Allgemeiner Festtag S. [57].

Ant. Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch zugegeben werden.

V. Der Herr hat ihn geliebt und ausgezeichnet. R. Mit einem Ehrenkleid ihn angetan.

Kirchengebet

Gott, Du hast Deinem heiligen Bekenner Kajetan die Kraft verliehen, die Lebensweise der Apostel nachzuahmen; gib, daß wir auf seine Fürsrpache hin und nach seinem Beispiel stets auf Dich vertrauen und einzig nach dem Himmlischen streben; durch unsern Herrn.

2. Nachtstunde

4. Lesung

Kajetan stammte aus der vornehmen Familie Thiene zu Vicenza. Er wurde von seiner Mutter sogleich der jungfräulichen Gottesmutter geweiht. Von frühester Jugend an leuchtete an ihm eine wunderbare Unschuld, so daß er von allen der Heilige genannt wurde. Zu Padua erwarb er sich die Doktorwürde beider Rechte; dann ging er nach Rom. Hier wurde er von Julius I. unter die Prälaten aufgenommen und empfing die Priesterweihe. Er glühte von solcher Liebe zu Gott, daß er den Hof des Papstes verließ und sich ganz Gott weihte. Aus eigenen Mitteln gründete er Krankenhäuser und diente mit eigenen Händen selbst den Pestkranken. Unermüdlich war er besorgt um das Heil des Nächsten, und wurde darum der Seelenjäger benannt.

R. Der Herr brachte ihn zu Ehren, schützte ihn vor seinen Feinden und stellte ihn sicher vor seinen Verfolgern; * und verlieh ihm ewige Herrlichkeit. V. Der Herr führte den Gerechten auf rechten Wegen und zeigte ihm das Reich Gottes. Und verlieh...

5. Lesung

Sein Streben ging dahin, die gesunkene Zucht der Geistlichen entsprechend der Lebensweise der Apostel wiederherzustellen; und so gründete er den Orden der Regularkleriker, die jeder Sorge um irdischen Besitz entsagen, keine regelmäßigen Einkünfte besitzen, nicht einmal das zum Leben Notwendige von den Gläubigen sich erbetteln, sondern nur von den Almosen, die man ihnen freiwillig bringt, leben sollen. Mit Genehmigung Clemens VII. legte er also vor dem Hochaltar der Vatikanischen Basilika zusammen mit Johannes Peter Carafa, Bischof von Chieti, dem späteren Papst Paul IV., und zwei anderen sehr frommen Männern die feierlichen Gelübde ab. Bei der Plünderung der Stadt wurde er von den Soldaten grausam mißhandelt. Er sollte sein Geld hergeben; doch das hatten schon längst die Hände der Armen in die himmlischen Schatzkammern getragen. Mit unbesiegbarer Geduld ertrug er Schläge, Folterungen und Gefängnis. An der begonnenen Lebensweise hielt er unerschütterlich fest und baute einzig und allein auf die göttliche Vorsehung; diese ließ ihn auch nie im Stiche, wie manchmal Wunder bewiesen.

R. Der Herr hat ihn geliebt und ausgezeichnet, mit einem Ehrenkleid ihn angetan; * und hat ihn an den Pforten des Paradieses gekrönt. V. Der Herr hat ihn gerüstet mit dem Panzer des Glaubens und ihn ausgezeichnet. Und hat ihn...

6. Lesung

Die Pflege des Gottesdienstes, den Schmuck des Gotteshauses, die Einhaltung der gottesdienstlichen Vorschriften und den öfteren Empfang der heiligen Eucharistie förderte er sehr. Furchtbare Ketzereien und ihre Schlupfwinkel wußte er mehr als einmal aufzufinden und zu vernichten. Das Gebet dehnte er unter ständigen Tränen meistens bis zu acht Stunden aus; oft geriet er in Verzückung; auch besaß er die Gabe der Weissagung. In der Weihnachtsnacht durfte er zu Rom an der Krippe des Herrn das Jesuskind aus der Hand der Gottesmutter auf seine Arme nehmen. Seinen Leib züchtigte er zuweilen ganze Nächte hindurch durch Geißelung; nie konnte er dazu bewegt werden, seine strenge Lebensart zu mildern; er versicherte, er wolle in Asche und in einem Bußgewand sterben. Schließlich ward er krank vor Kummer, da er mitansehen mußte, wie Gott durch einen Volksaufstand beleidigt wurde. Durch eine himmlische Erscheinung gestärkt, ging er zu Neapel in den Himmel ein. Dort wird auch sein Leib in der Kirche des heiligen Paulus hochverehrt. Da er in seinem Leben und nach seinem Tode durch viele Wunder verherrlicht wurde, trug ihn Papst Clemens X. in das Verzeichnis der Heiligen ein.

R. Dieser Mann tat alles, was ihm Gott aufgetragen hatte; und er sprach zu ihm: Geh ein in meine Ruhe; * denn ich habe dich gerecht befunden vor mir unter allen Völkern. V. Dieser verachtete das Leben der Welt und gelangte zum Himmelreich. Denn ich... Ehre... Denn ich...

Die Lesungen der 3. Nachstunde vom 14. Sonntag nach Pfingsten S. 512, wobei die 7. und 8. Lesung zu einer vereinigt und die dortige 9. Lesung als 8. Lesung genommen wird; die Responsorien wie S. S. [60] - [61].

Vom hl. Bischof von Martyrer Donatus:

9. Lesung

Donatus floh, als seine Eltern wegen des christlichen Glaubens getötet wurden, mit dem Mönch Hilarinus nach Arezzo in Etrurien. Er wurde auch zum Bischof dieser Stadt gewählt. In der Verfolgung des Julian wurden beide vom Statthalter Quadratian aufgefordert, den Götzen Verehrung zu erweisen; sie weigerten sich jedoch, ein so abscheuliches Verbrechen zu begehen. Da wurde Hilarinus vor den Augen des Quadratian so lange mit Geißeln geschlagen, bis er den Geist aufgab; auch Donatus wurde furchtbar gequält und dann mit dem Schwerte hingerichtet. Ihre Leiber wurden von den Christen in der Nähe der genannten Stadt ehrenvoll bestattet.

Tedeum.

Laudes

V. Der Herr hat den Gerechten auf rechtem Weg geführt. R. Und ihm das Reich Gottes gezeigt.

Ant. z. Ben. Sorget nicht ängstlich und saget nicht: Was werden wir essen oder was werden wir trinken? Euer Vater weiß ja, was euch nötig ist.

Gedächtnis des hl. Donatus:

Ant. Wer sein Leben usw. V. Der Gerechte wird usw. S. 23

Kirchengebet

Gott, Du Ruhm Deiner Priester, wir bitten Dich, gib, daß wir die Hilfe Deines heiligen Martyrers und Bischofs Donatus erfahren, dessen Fest wir feiern; durch unsern Herrn.

Zur Vesper:
Ant. z. Mag. Suchet zuerst das Reich usw. wie S. 705.

Gedächtnis des folgenden Tages.


Deutsches Brevier - Vollständige Übersetzung des Stundengebetes der römischen Kirche - Erster Band: Advent bis Pfingsten - Herausgegeben von Dr. Johann Schenk - Zweite, unveränderte Auflage - Verlag Friedrich Pustet Regensburg - Transscription: © by Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell, Paul O. Schenker