26. Juni
Hll. Johannes u. Paulus, Martyrer
Duplex
Allgemeiner Festtag S. [31].
V. Freut euch im Herrn und frohlockt, ihr Gerechten. R. Und jauchzet alle, die ihr rechten Herzens seid.
Ant. z. Mag. Die Gerechten standen vor dem Herrn * und wurden nicht voneinander getrennt; den Kelch des Herrn haben sie getrunken und wurden Freunde Gottes genannt.
Kirchengebet
Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, verdoppelte Freude über den heutigen Festtag möge uns umfangen, wie sie aus der Verherrlichung der heiligen Johannes und Paulus entspringt, die der gleiche Glauben und das gleiche Leiden zu wahren Brüdern machte, durch unseren Herrn.
Gedächtnis des vorhergehenden Tages:
Ant. Dieser Bekenner hat usw. V. Der Herr hat den Gerechten usw. S. 24.
Kirchengebet wie oben S. 589.
Gedächtnis der Oktav des hl. Johannes des Täufers wie S. 588.
2. Nachtstunde
4. Lesung
Johannes und Paulus waren Brüder aus Rom. Sie verwendeten das Vermögen, das sie von Konstantia, der Tochter Konstantins, für ihre aufmerksamen, treuen Dienste geerbt hatten, zur Unterstützung der Armen Christi. Von Julian, dem Abtrünnigen, wurden sie eingeladen, in den Kreis seiner vertrauten Freunde einzutreten. Sie erklärten aber freimütig, sie wollten nicht mit ihm zusammen sein, da er Jesus Christus untreu geworden sei. Da gab er ihnen zehn Tage Bedenkzeit und ließ sie wissen, wenn sie sich bis zu diesem Tag ihm nicht anschließen und dem Jupiter opfern wollten, müssten sie sicher sterben.
R. Das sind zwei barmherzige Männer, die vor dem Herrn stehen, * dem Gebieter über die ganze Erde. V. Das sind zwei Ölbäume und zwei Leuchten, die strahlen vor dem Herrn. Dem Gebieter...
5. Lesung
In der Zwischenzeit verteilten sie alles, was sie noch besaßen, an die Armen, um ganz ungehindert zum Herrn eilen zu können, und um möglichst vielen zu helfen, von denen sie dann in die ewigen Wohnungen aufgenommen würden. Am zehnten Tag wurde Terentianus, der Führer der Leibwache, zu ihnen gesandt mit einem Bild des Jupiter, das sie nun anbeten sollten; er teilte ihnen den Befehl des Kaisers mit, wenn sie dem Jupiter keine Verehrung erweisen wollten, müssten sie sterben. Sie waren gerade beim Beten und gaben ihm zur Antwort, sie verehrten Christus mit Herz und Mund als Gott und würden für diesen Glauben ohne Bedenken den Tod erleiden.
R. Ich sah Männer beisammen angetan mit glänzenden Gewändern; und der Engel des Herrn redete zu mir und sprach: * Ich sah den starken Engel Gottes mitten durch den Himmel eilen, der mit lauter Stimme rief und sprach: Das sind...
6. Lesung
Terentianus aber fürchtete, es könnte ein Aufruhr im Volk entstehen, wenn sie öffentlich hingerichtet würden. Darum ließ er sie in ihrem Haus, in dem sie wohnten, enthaupten und ebenda auch heimlich bestatten; es war am 26. Juni. Dann sprengte er das Gerücht aus, Johannes und Paulus seien verbannt worden. Jedoch ihr Tod wurde von unreinen Geistern, die viele Menschen heimsuchten, bekanntgemacht. So wurde auch der Sohn des Terentianus von einem bösen Geist erfasst; als man ihn aber an das Grab der Martyrer führte, wurde er wieder frei. Auf dieses Wunder hin glaubte er und ebenso sein Vater Terentianus an Christus. Von ihm soll sogar das Leben der heiligen Martyrer aufgezeichnet worden sein.
R. Wie Gold im Feuerofen hat der Herr seine Auserwählten geprüft und sie als Opfergabe angenommen; zur rechten Zeit wird ihnen Lohn zuteil werden. * Denn Gnade und Frieden erlangen die Auserwählten Gottes. V. Die auf ihn vertrauen, werden seine Treue erfahren, und die ausharren in der Liebe, werden ruhen bei ihm. Denn Gnade... Ehre... Denn Gnade...
Die Lesungen der 3. Nachtstunde vom Evangelium: Hütet euch vor dem Sauerteig S. [43]; nach der 8. Lesung das Responsorium: Das ist die wahre Brüderlichkeit usw. S. [39].
LAUDES
Ant.
1. Paulus und Johannes sprachen zu Julian:
Wir verehren den einen Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat.
Psalmen vom Sonntag S. 31.
2. Paulus und Johannes sprachen zu Terentianus:
Wenn Julian dein Herr ist, dann halte Frieden mit ihm; wir haben keinen anderen
Herrn als Jesus Christus.
3. Als
Johannes und Paulus die Unerbittlichkeit Julians sahen, begannen sie, ihren
Besitz an die Armen auszuteilen.
4. Ihr Geister der Heiligen und ihr
Seelen der Gerechten, singet Gott ein Loblied, alleluja.
5. Johannes und Paulus sprachen zu Gallikanus: Mache ein
Gelübde dem Gott des Himmels, und du wirst herrlicher siegen als je.
Kapitel und Hymnus wie S. [40].
V. Es frohlocken die Heiligen in der Herrlichkeit. R. Sie freuen sich in ihren Zelten.
Ant. z. Ben. Das sind die Heiligen, * die aus Liebe zu Christus die Drohungen der Menschen verachteten; die heiligen Blutzeugen jubeln nun im Himmelreich mit den Engeln. Wie kostbar ist der Tod der Heiligen, die immerdar stehen vor dem Herrn, die voneinander nicht geschieden wurden.
Kirchengebet
Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, verdoppelte Freude über den heutigen Festtag möge uns umfangen, wie sie aus der Verherrlichung der heiligen Johannes und Paulus entspringt, die der gleiche Glauben und das gleiche Leiden zu wahren Brüdern machte, durch unseren Herrn.
Gedächtnis der Oktav des hl. Täufers Johannes wie S. 588.
Zu den Tagzeiten Antiphonen und Psalmen vom betr. Wochentag.
2. VESPER
Antiphonen von der Laudes, Psalmen vom Sonntag S. 46; doch wird statt Ps. 113 der Ps. 115 S. 48 gebetet; Kapitel und Hymnus wie S. [41].
V. Es frohlocken die Heiligen in der Herrlichkeit. R. Sie freuen sich in ihren Zelten.
Ant. z. Mag. Das sind zwei Ölbäume * und zwei Leuchten, die strahlen vor dem Herrn; sie haben die Macht, den Himmel mit Wolken zu verhüllen und seine Tore zu öffnen; denn ihre Zungen sind Schlüssel zum Himmelreich geworden.
Gedächtnis des folgenden Tages in der Oktav des hl Täufers Johannes wie S. 582.
Komplet vom Wochentag.
Deutsches Brevier - Vollständige Übersetzung des Stundengebetes der römischen Kirche - Erster Band: Advent bis Pfingsten - Herausgegeben von Dr. Johann Schenk - Zweite, unveränderte Auflage - Verlag Friedrich Pustet Regensburg - Transskript dieses Propriums: Michael van Laack (Dipl.-Theol.) - Mehrumer Str. 21 - D-46562 Voerde