Eine Auswahl von Predigten / Homilien / Allokutionen / Zeitschriftenbeiträgen von
Alfred Bischof, Priester
von Grub (SG), gew. Kaplan von Jonschwil (SG), Pfarrer von Henau (SG), Spiritual der Schwestern vom Kostbaren Blut im Kloster Leiden Christi, Jakobsbad (AI), der Bonitas-Dei Schwestern in Eppishausen/TG, Resignat in Weesen/Amden (SG), 1904-1992, Grabstätte bei der Katholischen Kirche in Grub (SG)
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U.I.O.G.D.E.B.V.M.
III. Adventssonntag
21. Dezember 1975: Eppishausen
Im Frühjahr 1770 rollte ein ganzer Zug vornehmer Kutschen auf den Straßen Südwest-Deutschlands dahin. Marie Antoinette, die jüngste Tochter der Kaiserin Maria Theresia von Oesterreich, war auf dem Wege von Wien nach Paris. Dort sollte sie, die erst 15jährige Prinzessin, die Gemahlin des Dauphin, des Kronprinzen Ludwig XVI. werden. Überall empfing man sie in allen Ehren und tat alles, um der fürstlichen Tochter und Braut die Reise so angenehm wie nur möglich zu machen. -- So kam der Zug in die Gegend von Obermarchtal in Württemberg. Der Abt des Klosters war besonders bemüht, der Prinzessin die Beschwerden der Reise zu erleichtern. Darum ließ er die Straße, auf der die Kaiserstochter sein Gebiet durchfahren sollte, aufs Beste in Stand stellen. Alle starken Steigungen und Krümmungen, die die Fahrt verzögert hätten, sollten vermieden werden. -- Zu beiden Seiten der Straße wurden Obstbäume gepflanzt, Tannengewinde von Baum zu Baum geschlagen, Blumen gestreut. Die guten Einwohner standen da, um die Braut ehrfurchtsvoll zu begrüßen. -- So kam die arme Prinzessin ihrer neuen Heimat immer näher. Ja, die arme Prinzessin! Denn was wartete ihrer? Keine freudige Aufnahme beim französischen Volk, sondern Mißtrauen und Haß. Nach 23 Jahren haben die Franzosen den König Ludwig und die Königin Maria Antoinette zum Tode verurteilt und ihnen den Kopf abgeschlagen auf der Guillotine. -- Ein geistlicher Mitbruder hat mir den letzten handgeschriebenen Brief (in Copie) der Königin gezeigt -- das Original -- den sie vor dem Gang zum Schaffott ihrer Schwägerin geschrieben: Die Buchstaben vielfach von den Tränen zerflossen...
Warum erzähle ich diese Geschichte? Sie hat doch in ihrem blutigen Ende nichts zu tun mit dem Advent! Mit dem Ruf: Freuet euch, der Herr ist nahe! Nichts zu tun mit Weihnachten, dem Tag unserer Erlösung? Der uns errettete aus Sündennot und Satanssklaverei?
Denken wir nochmals an den Abt des Klosters zurück, der extra die Straße für die Kaiserstochter umbauen ließ, abkürzen, verschönern. Eine Straße sollen auch wir bauen. Aber nicht für eine irdische Hoheit. Ihr habt den Ruf des Hl. Johannes gehört: Bereitet den Weg des Herrn! Machet gerade seine Pfade. Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden. Was krumm ist, soll gerade, was uneben soll ebener Weg werden".
Also dem König der Könige müssen wir den Weg bereiten, die Straße bauen. Denn schon ist sein Königszug auf dem Weg und die Kirche ruft uns zu: Prope est jam. Er ist schon nahe! In einigen Tagen steht Er schon mitten unter uns! Baumeister ist der Hl. Johannes, der auch dem Herrn den Weg bereitet hat. Johannes hat den Befehl ausgegeben: "Jeder Berg muß abgetragen werden und jedes Tal soll ausgefüllt werden." Wenn der Weg bergauf bergab führt, dann geht die Reise schlecht vonstatten. Was sind das für Berge, die den Herrn am Kommen aufhalten? Das sind die Berge des Hochmutes, des Stolzes. Da gibt es abzutragen, beim einen mehr, beim andern weniger. Der Heiland hat mit allen etwas anfangen können, selbst mit den Zöllnern, Sündern, Ehebrechern, aber mit den stolzen Pharisäern konnte er nichts ausrichten mit seiner Frohbotschaft. Lassen wir Mariens Beispiel auf uns wirken. Sie die demütige Magd des Herrn, sie ist voll der Gnade. Sie ist die Erstberufene an der Krippe des Herrn, zugleich mit dem demütigen, stillen, bescheidenen Hl. Joseph, und den schlichten kindlich-einfachen Hirten. Mariens prophetisches Wort hat sich noch zu allen Zeiten erfüllt: Er übet Macht mit Seinem Arm, zerstreut, die da stolz sind in ihren Herzens Sinne." Demut und Kleinsein vor Gott ebnet dem Heiland den Weg direkt ins Herz und macht uns vor Gott angenehm und bei den Menschen beliebt.
Die Reise wird auch verzögert und gehemmt, wenn die Straße tief hinuntergeht in Täler und Kluften. Wann geht es ins Tal hinunter? Wenn das Gotteskind sich lostrennen würde von Gott und tief hinabstiege in bewußte Fehler und Sünden. "Der tierische Mensch begreift nicht das, was des Geistes ist", sagt St. Paulus. Wohl kennt der Heiland unsere armselige Schwachheit und Verderbtheit unserer Natur von der Erbsünde her. Er weiß viel besser als wir, daß der böse Geist uns hierin mit der Erbsünde am empfindlichsten getroffen hat. Er streckt jedem erbarmend seine gütige Erlöserhand entgegen, wo immer er guten Willen sieht, diese Täler auszufüllen und auszubessern. Er löscht den glimmenden Docht nicht aus, Er knickt und bricht das gebrochene Schilfrohr nicht ganz ab. Er weist und hin und sagt: Gehet hin und zeiget euch dem Priester. Stellet euch im Sakrament der Buße dem göttlichen guten Hirten, der Ich bin, und "Ihr werdet Frieden finden für eure Seelen.". -- So wird das Tal ausgefüllt und der Weg geebnet für die Ankunft Christi in der Seele.
Die Reise wird auch verzögert und verlängert, wenn der Weg nicht schön geradeaus geht, sondern in Serpentinen, Schlangenlinien sich dahin zieht. Was meine ich damit? Satan hat den Stammeltern im Paradies etwas vorgelogen. Der Teufel ist der Vater der Lüge, und der Lügner von Anbeginn. Der Heiland mag aber keine Schlangenwege, krumme Pfade gehen. Er sagt ja: "Eure Rede sei ja, ja; nein, nein! Was darüber ist, das ist vom Bösen." Und wiederum: "Ich bin der Weg, die Warhheit, und das Leben".
Stellen wir uns einmal so lebhaft vor, wie das aussähe in der Welt, wenn die Lüge abgeschafft würde: Überall nur Ehrlichkeit und Redlichkeit im Reden, im Handel und Wandel. Kein einziges Kind belügt die Eltern. Im Geschäftsleben kein Betrug, kein Wucher. In der Zeitung, im Radio, im Fernsehen keine einzige Lüge, nur lautere Wahrheit. Das wäre schon ein halbes Paradies auf Erden! Und wenn alle Sünden und Verfehlungen gegen die Gebote Gottes und der Kirche abgeschaft würden, d.h. überhaupt keine Sünde mehr getan würde, dann hätten wir fast das Paradies auf Erden. Und wenn es alle Tage so wäre? Ja, dann hätten wir das Paradies auf Erden.
So bereiten wir Gottes-Kinder wenigstens den Weg für das Kommen Christi: Die Berge des Stolzes abtragen, die Täler der Sündhaftigkeit ausfüllen, ausebnen, nach Heiligkeit und Vollkommenheit streben durch ein echt christliches, vorbildliches Leben. Das ist unsere Aufgabe hier auf Erden.
Der blinde, christusgläubige englische Dichter John Milton, +1674, hat ein Werk geschrieben: "Das verlorene Paradies". In ergreifenden Worten schildert er darin, wie durch Satans Verführung und des Menschen Sünde das erste Paradies verloren ging. Dann aber zeigt Milton in einem zweiten Werk: "Das wiedergewonnene Paradies" wie Christus der Menschheit den Weg zum Himmel wieder bahnt und öffnet:
"Der Menschheit verlorenes Glück,
König des Friedens, Du bringst es zurück." Amen.
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Hl.
Bruder Klaus
16. Sonntag nach Pfingsten: 26. September
1976
Wir pilgern heute im Geiste in den Ranft. Hier, wo jetzt die weiße Kapelle durch das Laubgrün leuchtet, ist die Erinnerung an den Klausner noch so wach und lebendig, als ob er eben jetzt noch das Fenster seiner Zelle öffnete und uns zunickte: "Gott schenke euch einen guten, seligen Tag, liebe Brüder und Freunde! Der Name Jesus syg üwer Grueß!"
Gott schenke mir auch die Gnade, in den folgenden Paar Minuten etwas Handliches und Brauchbares euch auf den Heimweg mitzugeben! Es handelt sich ja nicht um einen Alltagsmenschen, für den ein paar dürre Worte gut genug wären. -- Daß sein Standbild sogar im Bundesgebäude in Bern aufgestellt ist -- eine hagere Gestalt im rauhen Einsiedler-Rock -- zeigt, daß er nicht nur als Heiliger verehrt wird von uns, sondern zu den größten Söhnen unseres Vaterlandes zählt. Er ist unser Landespatron. Ich möchte sagen: Wir haben einen großen Heiligen und Fürbitter bei Gott, und wir haben es nicht verdient. Es ist ein reines Gnadengeschenk Gottes.
Mein Herr und mein Gott! Nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir!
Ja, was hatte denn Bruder Klaus, das Gott ihm nehmen sollte? War er nicht als Sohn des Heinrich Löwenbrugger Bauer auf eigener Scholle, mit Grund und Boden und einem schönen, gepflegten Viehstand, und Wald und Alpweiden? Hatte er nicht in Dorothea Wysslin eine grundbrave, tugendhafte, opferstarke Seele an seiner Seite, durch das Eheband unzertrennlich verknüpft und mit ihr verbunden, und gleich Rebenranken 10 gesunde Sprößlinge um den roh gezimmerten Tisch? Wahrhaft, ein Glück zum Beneiden! Und dies alles soll Gott ihm nehmen? Nimm alles von mir!
Der gottselige Mann ging auf sein Gut zum Ernten. Da hört er eine Stimme laut und vernehmlich zu ihm sprechen: "Du einfältiger Mann! Habe allein die Aufmerksamkeit auf den Willen Gottes und verlaß dich nicht auf eigene Kraft und Macht!... Durch solche Stimme gemahnt, fängt der Bauer an, sein Hab und Gut gering zu achten. Er hat kein Vergnügen mehr an dieser Welt und darin zu wohnen. Es ist Gottes Ruf, der unwiderstehlich an sein starkes Herz pocht. Und Klaus? -- Er ist nach schweren Kämpfen und seelischem Ringen bereit, dem Rufe Gottes Folge zu leisten. Aber nach eidgenössichem Recht kann dies nicht geschehen ohne Einwilligung der Frau. Was waren dies für schwere Stunden bei Tag und bei Nacht! Wie schwer muß es für ihn gewesen sein, von seiner Gattin, die er zärtlich liebte, dieses übermenschlich große Opfer abzufordern, und wie viel mehr noch für Dorothea, dieses unerhörte Opfer zu bringen? Der Chronist sagt: "Die Frau Dorothea wollte aber ihren Mann nicht an der göttlichen Berufung hindern und ließ ihn ziehen. Hl. Bruder Klaus! Du hast doch auch die Mahnung des Apostels Paulus gekannt: "Wenn jemand für die Seinigen nicht Sorge trägt, besonders für seine Hausgenossen, der hat den Glauben verläugnet."? 1. Tim. 5,8. Ja, schon, aber Bruder Klaus hat seine Familie erst verlassen, als er Gottes Ruf und Willen klar und deutlich erkannt hatte, aber nicht ohne vorher alles genau zu regeln und für die Familienglieder und Hausgenossen vorzusorgen.
Mein Herr und Mein Gott! Gib alles mir, was mich fördert zu Dir!
Bruder Klaus kennt gewiß auch das Wort desselben Paulus an die Corinther: "Das sage ich euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher sollen die, welche eine Frau haben, so leben, als hätten sie keine. Die da weinen, als weinten sie nicht. Die da sich freuen, als freuten sie sich nicht. Die da etwas erwerben, als hätten sie nichts zu eigen. Denn die Gestalt dieser Welt vergeht." 1. Corinther 7,29.
Der kleine Kläusli sah schon bei seiner Geburt seine Mutter. Er sieht, wie er durch den Ranft nach Kerns in die Pfarrkirche zur Taufe getragen wird. Er erkennt den Taufpriester, er erkennt seine Paten. Darum begreift er auch mehr als andere das Wunder des Lebens und Werdens des Menschenkindes... Gottlob gab es damals noch keine Zeitungen, in denen sozusagen Tag für Tag Stimmung gemacht wird zur Ertötung des kostbaren, werdenden Lebens. Was würde ein Bruder Klaus uns Eidgenossen zu diesem Thema wohl sagen? Im Alter von 16 Jahren sieht er einen Turm, an der Stelle, wo später seine Klause und Kapelle stehen wird. Was sollte der Turm im Ranft-Tobel? "Bau ihn", hieß es in seinem Innern. "Bau ihn!" Und Bruder Klaus hat den geistigen Turmbau seiner Heiligkeit vollendet, einen Turm bis in den Himmel hinein!
Einmal sei er ins Melchi gegangen, und unterwegs bat er Gott um die Gnade eines andächtigen Lebens. Da kommt eine Wolke vom Himmel und redet zu ihm: "Du sollst dich in den Willen Gottes ergeben, du Tor! Was Gott mit Dir wirken will, das sollst du willig sein!"
Am 16. Oktober, am Gallustag 1467, nimmt er Aschied und wandert als Bettler in die Welt hinaus. Er kommt bis Liestal im Baselland. Da mahnt ihn die geheimnisvolle Stimme, umzukehren und die Klöster-Alp ganz nahe bei seinem Haus und Hof zu beziehen. Im Ranft in der Melchaaschlucht baut er sich eine Blockhütte und verbringt Tage und halbe Nächte in Gebet und Betrachtung. Auf Kosten der Landsgemeinde wird ihm eine Klause und eine Kapelle gebaut.
Gib alles mir, was mich führet zu Dir!
Große, überreiche Gnaden schenkt ihm Gott. Große, innere Erleuchtungen. -- Viele Besucher kommen zu ihm in die Einsamkeit. Er wird der Tröster der Betrübten, der Hilfe und Rat Suchenden. Ein Helfer in Gefahr durch Wunder und Gebet, ein Vater und Ratgeber der Heimat. Durch das Zeichen des Kreuzes löscht er den Brand von Sarnen. In Stans hat er im Augenblick höchster Gefahr eines Bruderkrieges versöhnend, vermittelnd eingegriffen durch seinen Rat, und alle Streitparteien beugten sich seinem von Gott erleuchteten Richterspruch. So hat er Heimat und Vaterland vor drohendem Krieg bewahrt. Was der Hl. Bruder Klaus in neuester Zeit zur Abwehr des II. Weltkrieges an jenem unvergeßlichen, aufgeregten Pfingst-Heiligtag 1940 gewirkt hat, das wissen wir älteren Leute alle noch.
Hl. Bruder Klaus! Auch als Gottesfreund und Einsiedler bist du der Mitmenschen Bruder geblieben! An dir bewahrheitet sich wieder, was Paulus sagt: "Die Frömmigkeit ist zu allem nütze. Sie hat die Verheißung des Lebens für jetzt und für die Zukunft." 1. Timoth. 4,8.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir!
Bruder Klaus hat alles verlassen. Nun nimmt ihn Gott ganz für sich in Beschlag. Er bekommt das, was der Herr dem Petrus versprochen, als dieser ihn nach dem Lohn fragte, weil sie alles verlassen hätten: "Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet hier schon das Hundertfache dafür bekommen, und dazu die ewige Seligkeit."
Nach Jahren bekommt er einen eigenen Priester, der ihm in der Kapelle die hl. Messe feiert. Und nun vollzieht sich das Wunder der Nahrungslosigkeit. 20 Jahre hindurch nährt sich Bruder Klaus einzig und allein von der hl. Hostie, so daß er keine Lust, kein Verlangen mehr spürt nach irdischer Speise und Trank.
Gib mich ganz zu eigen Dir!
Bruder Klaus schöpft seine Weisheit aus der Betrachtung der allerheiligsten Dreifaltigkeit und des Leidens Christi. In ganz hohen Ehren steht bei ihm die unbefleckte Jungfrau und Mutter des Herrn. Man sagt, er sei öfters in den Finstern Wald nach Einsiedeln gepilgert. Seine größte Kraftquelle aber ist und bleibt die hl. Eucharistie. So ist er nach schwerer Krankheit an seinem 70. Geburtstag 1487 selig im Herrn verschieden, betrauert vom ganzen Vaterland.
Mit dem Rosenkranz in der Hand und mit dem Pilgerstab, so wird er meist abgebildet. So steht er auch vor uns als ständiger Mahner zum Gebet und zum Frieden: "Eidgenossen! Beladet euch nicht mit fremden Angelegenheiten! Macht den Zaun nicht zu weit, damit ihr desto besser in Friede, in Ruhe und in Einigkeit in euerer sauer erworbenen Freiheit leben möget!"
Der Pilgerstab in seiner Hand will uns täglich mahnen:
"Pilger sind wir all hienieden,
Kehren heim ins Vaterhaus!
Bitt für uns um sel'gen Frieden!
Heil'ger Landesvater Bruder Klaus!" Amen.
U.I.O.G.D.E.B.V.M.
Fest
der Unbefleckten Empfängnis Mariens
8. Dezember 1978 - Congregationspredigt der Pfarrei Santa Maria,
Neudorf, St. Gallen, am 3. Dezember 1978
Der protestantische Arzt Dr. Siegfried Ernst aus Ulm, der als Vorkämpfer alle Gutgesinnten zum Gegenangriff gegen die babylonische Verwirrung in Sachen öffentlicher Sittlichkeit und Abtreibung aufruft, erzählt in einem Vortrag auf Schloß Arnstorf Folgendes: "Eines Tages kam ich an eine katholische Kirche. Sie war geöffnet, und ich trat ein. Da fand ich ein Bild Mariens mit dem göttlichen Kind. Ich kniete hin und betete: "Mutter Unseres Herrn, wenn Du wirklich diejenige bist, wie Dein Name sagt, dann hilf Du mir! Du bist die Einzige, die noch Rettung bringen kann! Du ganz Reine! Du gehörst in den Mittelpunkt der heutigen Geisterschlacht. Du bist allein das Idealbild, das unsere Jugend noch begeistern kann, das unser Volk noch herausziehen kann aus dem Wust und Greuel der Verführung." -- So und ähnlich betete ich. -- Ich stand auf mit dem beruhigenden Bewußtsein, daß ich nicht vergeblich gefleht habe... Und merkwürdig! Von jener Stunde an ging es Schritt für Schritt vorwärts. -- Das ist das Gebet und Geständnis eines tiefgläubigen, protestantischen Arztes.
"Wenn du wirklich diejenige bist, was Dein Name sagt, dann hilf auch mir!"
Wir Kinder der Katholischen Kirche, wir Kinder Mariens, Sodalen und Sodalinnen, die wir uns Ihr schon in Jugendtagen geweiht haben, wir müssen nicht fragen: "... Wenn Du wirklich diejenige bist, was Dein Name sagt". -- Wir wissen es, wir sind überzeugt, wir haben es schon zu oft an uns selber erfahren dürfen. "Du bist die ganz Reine, Du bist die ganz Makellose, Du bist die ganz Unberührte von der Erbsünde, und jeder persönlichen Sünde!"
So lehrt es und die hl. Mutter Kirche durch ihr unfehlbares Oberhaupt, Papst Pius IX. am 8. Dezember 1854: "... Zu Ehren der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit, zum Ruhme und zur Zier der jungfräulichen Gottesmutter, zurErhöhung des katholischen Glaubens und zur Förderung der christlichen Religion erklären, verkünden und entscheiden Wir kraft der von Unserm Herrn Jesus Christus und den heiligen Aposteln Petrus und Paulus erhaltenen und Unserer eigenen Vollmacht, daß die Lehre, die festhält, daß die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis, auf Grund einer einzigartigen, ihr von Gott dem Allmächtigen gewährten Huld und Auszeichnung im Hinblick auf die Verdienste des Erlösers des menschlichen Geschlechtes, Jesus Christus, von jeder Makel der Erbschuld bewahrt blieb, eine von Gott geoffenbarte Wahrheit und Lehre ist, und deshalb von allen Gläubigen fest und beständig zu glauben ist." Diese Tatsache steht fest, felsenfest, hart wie Granit vom Gotthard, und noch fester, und noch sicherer. An dieser klar geoffenbarten Wahrheit gibt es nichts umzudeuten, nichts dazu zu tun, auch nichts wegzunehmen, nichts zu deutlen, und nichts zu rütteln, nichts zu deuteln und zu bezweifeln, weder von Andersgläubigen, noch von modernen katholischen Exegeten, Theologen.
Denn: Wenn Gott schon einmal daran geht, ein Meisterwerk Seines Geistes zu schaffen, dann darf kein Gottgläubiger sich wundern, wenn dabei etwas übermenschlich Großes herauskommt. (Faulhaber)
Der begnadeten Maria Valtorta von Viareggio, 68jährig gestorben, nach 28jährigem Krankenlager, im Jahre 1961, hat Jesus selber sein Leben in 10 Bänden diktiert und er sagt zu ihr: "Gott hat, um sich den Menschen in neuer Form zu offenbaren als Eingang zur Erlösung, zu Seinem Thron nicht einen Stern des Himmels, nicht den Palast eines Herrschers auserwählt. Er wollte auch nicht die Flügel der Engel als Basis für Seine Füße. Er wollte einen mütterlichen Schoß ohne Makel."
Jesus befiehlt ihr: "Nimm ein ganz neues Heft! Schreibe auf der ersten Seite das Diktat des 16. August: ... Heute schreibe nur dies! Die Reinheit hat einen so großen Wert, daß ein Schoß einer Kreatur den Unfaßbaren fassen konnte, weil Sie die größte Reinheit besaß, die eine Kreatur von Gott überhaupt erhalten konnte..." ... "Die heiligste Dreifaltigkeit stieg mit ihren Vollkommenheiten hernieder, wohnte mit ihren Drei Personen, verschloß den Unendlichen in diesem kleinen Raum, und wurde doch nicht kleiner dadurch, weil die Liebe der Jungfrau und das Wollen Gottes diesen kleinen Raum des Mutterschoßes erweiterten, daß er zu einem Himmel wurde..." Soweit Maria Valtorta.
Doch, wir brauchen uns nicht einzig auf solche Offenbarungen zu stützen. Allererste Quelle ist die Hl. Schrift selber.
"Wie können Sie beweisen", sagte ein Andersgläubiger, "wie können Sie beweisen, daß Maria keine Erbsünde hatte; überhaupt findet sich nichts in der Bibel, kein einziger Text, der für die Marienverehrung spricht." - So! So schlag die Bibel auf! Auf den ersten Seiten liesest du: "Feindschaft will ich setzen zwischen Dir und dem Weibe, zwischen Deiner Nachkommenschaft und ihrer Nachkommenschaft." Da ist das Geheimnis des heutigen Tages offen. Wer spricht denn da? Gott! Zu wem? Zu Satan, dem Verführer des ersten Menschenpaares. Absolute Feindschaft zwischen Satan und dem Weibe, d.h. der allerseligsten Jungfrau. Auch nicht einen Augenblick in der Gewalt Satans, durch die Sünde.
Maria, Mutter des Sohnes Gottes! Welche überragende Würde! Maria, damit Du dies auch sein kannst, mußt Du auch ganz rein, ganz heilig, ganz unbefleckt sein! Schon der bloße Gedanke an diese Deine Reinheit erweckt in uns ein Stück Heimweh nach dem verlorenen Paradies.
"Wenn ich glauben könnte", so sprach ein Ungläubiger zu einem Priester, "wenn ich glauben könnte", so würde ich katholisch werden." "Wissen Sie warum? Wegen der Immakulata! Wegen der Unbefleckt Empfangenen! Ich habe ein großes Stück Welt gesehen, Ich habe die Schmutzflut der Sünde kennen gelernt in den Menschen. Was wir brauchen, das ist gerade diese Seele, diese eine Seele wenigstens, die auch nicht vom leisesten Tropfen der Sünde bespritzt, die Seele der ganz Makellosen, der Unbefleckten, der himmlisch Reinen, dieser Jungfrau und Mutter!"
So muß es sein. Eine unbefleckte Mutter! Ganz rein muß Deine Seele sein, o Maria! Es beweist nur, was ungeheuer Schreckliches die Sünde im allheiligen Auge Gottes sein muß. - Denn der Herr wollte eine arme Mutter, wohl! -- aber eine befleckte, beschmutzte, sündhafte Mutter, auch nur einen Augenblick in der Gewalt Satans? Nein! Nie und nimmer! Ihm, dem Allerheiligsten, dem wir singen: Du, Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Du allein der Höchste... Ihm, der der Welt das Wort hinwerfen konnte: Wer von euch kann Mich einer Sünde zeihen? Ihm liegt alles daran, Ihm mußte alles daran liegen, von Seiner Mutter die Sünde fern zu halten, koste es, was es wolle, koste es auch ein Wunder der Gnade, ja ein unerhörtes Wunder der Gnade! Und Gott hat es gewirkt, dieses Wunder, so daß Er in göttlichem Entzücken sich vor Seine Mutter hinstellen und Ihr zujauchzen konnte: "Wie schön bist Du, meine Freundin, wie schön! Ganz schön bist Du, und keine Makel ist an Dir, Du lieblichste der Frauen!" Hohelied.
So ist sie also die Eine und Einzige, die trockenen Fußes durch die Sündflutder Erde hindurchschreitet, durch die Schuld Adams. Die Wogen der Sünde türmen sich, stehen aufrecht wie Mauern, und wie die Fluten des Roten Meeres und staunen, wie dieses Mädglein ins Dasein tritt ohne jegliche Schuld.
Die Kirchenväter vergleichen darum Maria mit Eva, nur mit umgekehrten Vorzeichen: Maria, die zweite, bessere Eva. Sie brauchen Worte: Die seligste Jungfrau ist die Reinste, durch alles und von der Wurzel aus unbefleckt. Sie sei allzeit rein gewesen. Die Sünde habe sie nie gekannt, heiliger als alle Heiligen, reiner als die himmlischen Geister... die einzig Unschuldige, die einzig Unbefleckte. So reden die hl. Kirchenväter.
Es war an einem stürmischen Spätherbsttag 1849. Pius IX. vertrieben aus Rom, stand sinnend auf einer Felsenterrasse am Hafen von Gaeta und schaut auf die Meeresbrandung hinaus. In seinem Auge glänzen Tränen. Sein Herz sieht im Aufruhr der Elemente ein Abbild der Stürme, die das Schifflein Petri von allen Seiten umtosen. Da spricht der alte Kardinal Lambruschini zu ihm: "Heiliger Vater, Sie werden die Wunden der Zeit nur heilen können, wenn Sie die Unbefleckte Empfängnis verkünden. Diese Lehrentscheidung wird den Völkern die übernatürlichen Wahrheiten zum Bewußtsein bringen und die Geister von den Irrwegen auf den Weg Christi zurückführen." -- Pius IX. hat diesen Rat befolgt, wie wir gehört haben.
Gleichsam als Beleg zu der feierlichen Glaubenserklärung kommt Maria selber, 4 Jahre später, in Lourdes am 25. März 1858. Bernadette kniet wieder zum 16. Mal an der Grotte. Die Menge steht da, fragend, zweifelnd, glaubend die einen, spöttelnd die andern. Die Seherin erhebt sich, Enttäuschung, Trauer im Antlitz. Einer fragt: "Hat die Dame den Namen genannt?" "Ja, aber einen ganz sonderbaren, den ich noch nie gehört habe. Ich habe doch immer gehofft, es könnte die heiligste Jungfrau sein." -- Was hat sie denn gesagt? -- So etwa: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis!" -- Das Volk hört dies Wort, einer raunt's dem andern zu, es geht von Mund zu Mund, und die jubelnde Menge ruft begeistert: "O Maria, ohne Sünde empfangen, bitt für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen." Kerzen flammen auf, Marienlieder erklingen. Bernadette geht ängstlich zum Pfarrer Peyramale: "Bitte, sagen Sie mir, was das ist eine Unbefleckte Empfängnis; denn so hat die Erscheinung an der Grotte heute zu mir gesprochen." Der Pfarrer erklärt es ihr, tief ergriffen: "Begnadetes Kind, dir hat sich die Hochgebenedeite gezeigt." Der Pfarrer, bisher so großer Zweifler, kniet nieder und betet das erste Ave Maria zur erschienenen Immaculata von Lourdes. Und seither beten es Tausende und Millionen und reihen sich ein in den Chor jener, die mithelfen, Mariens Prophezeiung zu erfüllen: "Siehe von nun an werden Mich selig preisen alle Geschlechter."
Maria gehört mit Jesus in den Mittelpunkt der heutigen Geister-Schlacht. Sie ist und bleibt heute noch das Idealbild, das unsere Jugend anstelle der Sportkanonen und Skiasse begeistern und in die reinen Höhen Gottes ziehen könnte. Aber was erleben wir? Heute müssen wir in den Kampf ziehen, um die Ehre und diesen Gnadenvorzug Mariens ohnegleichen zu verteidigen, in Schutz zu nehmen gegen frivole Angriffe, heute mehr von den innern als den äußern Feinden der Kirche.
Wer heute nach Lourdes kommt, entdeckt an der Grotte von Massabielle sofort, daß etwas fehlt. Was denn? Man hat über dem Haupt der Mutter-Gottes-Statue, der Immaculata, die Inschrift entfernt: JE SUIS L'IMMACULEE CONCEPTION". Ist es nicht geradezu symbolisch für unsere Zeit? Ist dies nicht die Situation von heute in Kirche und Welt? Von der Schlangenzertreterin, wie es im 1. Buch Moses heißt, weiß die Geheime Offenbarung des Johannes 12,13 zu berichten: "... da ward der Drache zornig über das Weib, und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihrer Kinder, die Gottes Gebote erfüllen und fest halten am Zeugnis Christi." Das gilt in erster Linie von der Kirche, dann aber von der Mutter der Kirche, das ist Maria, feierlich erklärt im letzten Konzil.
Gilt dies nicht von heute? Wo Papst Paul VI. am 29. Juni 1972 erklärte in einer improvisierten Ansprache: "Wir erwarteten nach dem Konzil einen Sonnentag. Statt dessen erleben wir neue Stürme -- durch einen Spalt -- sage man doch lieber durch die weit geöffneten Tore und Fenster -- ist Satan in den Tempel Gottes eingedrungen..." Das sind deutliche Worte des Obersten Hirten, und nichts zeigt die Blindheit der Menschen mehr als die Tatsache, daß man dem Teufel den Abschied gegeben und dies in unserer Zeit ausgerechnet, wo er mehr denn je wütet, wo man sein Wüten mit Händen greifen kann. Die ganze Situation wird auch beleuchtet durch die Tatsache, daß man an der Biennale in Venedig durch ein Dutzend moderner Künstler bei der Verleihung der Preise für die besten Filme, den Vorschlag gemacht hat, diesmal dem Zerstörer der Pietà von Michelangelo im Petersdom den Preis zu verleihen.
Franco, der Befreier Spaniens vom Kommunismus im Bürgerkieg, der Spanien Tausende von Martyrern kostete, hat am 9. April 1937 für sämtliche Schulen des befreiten Spanien die Verordnung erlassen:
In allen Schulen muß ein Marienbild vorhanden sein, mit Vorzug ein Bild der Unbefleckten Empfängnis. Die Lehrpersonen haben dafür besorgt zu sein. Das Bild muß an einem besondern Platz angebracht sein.
Während des Maimonats hat die Lehrerschaft nach uralter spanischer Sitte mit ihren Schülern vor diesem Bild die Maiandacht zu halten.
Alle Tage des Jahres sollen alle Kinder, wie unsere Vorfahren taten, beim Betreten und Verlassen des Schulzimmers mit den Worten grüßen: "Maria, die Allerreinste sei gegrüßt! worauf die Lehrperson die Antwort zu geben hat: "Sie ist ohne Sünde empfangen!"
So verordnet und verankert ein christlicher Staatsmann den Glauben und die Verehrung der Unbefleckt empfangenen Mutter Maria. -- Die Parallele oder den Vergleich zu ziehen zu unserer heutigen Schule mit ihrem Sexunterricht und der förmlichen Verführung unserer zarten Jugend, das überlasse ich euch selbst.
In der Hochblüte der spanischen Poesie hat der große Dichter Spaniens, Calderon de la Barca, seine unsterblichen Dramen zu Verherrlichung der Jungfrau Maria geschrieben. Nicht das letzte darunter ist das Stück: A Maria el corazon! Das Herz gehört Maria! Das soll nun der freudige Appell an euch, liebe Sodalinnen, sein. Im Schwung der Begeisterung läßt Calderon den Pilger das Herz nach Loreto tragen und es Maria darbringen mit den Worten:
"Reinste Jungfrau, laß Dich grüßen!
Sieh Dein Kind zu Deinen Füßen!
Nimm mein Herz, es ist ja Dein;
Dein soll es auf ewig sein!
Ja, nimm mein Herz, es ist ja Dein
Dein soll es auf ewig sein!" Amen.
U.I.O.G.D.E.B.V.M.
Eidgenössischer Bettag
17. Sonntag nach Pfingsten: 21. September 1980
"Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt Gott im hehren Vaterland."
So singen wir im Schweizer-Psalm, welchen der aus dem Kloster Wettingen vertriebene Zisterzienser-Mönch P. Ulrich Zwyssig in Zug komponiert hat. Der Bettag selber geht zurück auf eine Bestimmung der Tagsatzung in Baden, einen Tag des Gebetes, des Dankes, der Buße alljährlich zu begehen.
Wir haben in unserem kleinen Ländli auch allen Grund dazu!
1. Herr, wir danken Dir! Mit milder Vaterhand streuest den Segen Du aus, auf unser Vaterhaus! Wir danken Dir! Treffe ich da vor einigen Tagen in Weesen am Seegestade auf einer Ruhebank ein älteres Ehepaar aus Nord-Deutschland, ganz entzückt über die Mannigfaltigkeit unserer herrlichen Gegend, das sie daheim gar nicht kennen. Wenn gelegentlich Fremde aus allen Weltteilen unsere Heimat besuchen und entzückt sind von der Schönheit unseres kleinen Vaterlandes, so haben wir keinen Grund, darob in Stolz uns zu überheben. Man möchte fast annehmen, der Urheber und Schöpfer aller Welten, habe ein besonders liebreiches Auge auf die Grundlegung und Ausschmückung dieses verschwindend kleinen Winkels auf dem Erdglobus geworfen. Es soll besonderer Grund unseres Dankes an den Schöpfer sein!
Rufen wir uns in Erinnerung, daß Gottes Hand den Segen ausstreut, der uns vor zwei grausigen Weltkriegen bewahrt hat. Danken wir auch der liebenden Fürbitte unserer Lieben Landesmutter Maria von Einsiedeln und der Fürbitte des größten Eidgenossen, des hl. Bruder Klaus vom Ranft!
Wenn wir immer wieder hören müssen von ganzen Völkern, die am Hungertuch nagen, wenn wir hören von Millionen heimatberaubter Flüchtlinge, wenn wir hören von ganzen Landstrichen, vom Erdbeben heimgesucht, von Wasserfluten und Überschwemmungen mit Zerstörung von kostbarem Kulturland und hundertausenden von obdachlos gewordenen Menschen, dann muß unser Volk in großer Dankbarkeit niederknieen und die Hände falten: "Herr, wir danken Dir! Wir haben es nicht verdient, daß Du unser Land immer wieder derart verschonest.
Was haben wir denn vor andern Völkern voraus? Sind wir etwa besser, frömmer, gottesfürchtiger als andere Völker? Durchaus nicht! Es ist ein Rätsel Deiner gütigen Vorsehung! Haben wir doch trotz des nassen Vorsommers wieder eine gute Ernte zu erwarten ohne schwere Hagelwetter. Der Bettag soll uns heute aufrufen zum schuldigen Dank und Erntedank, Dank aus aufrichtigem, vollen Herzen: Herr, wir danken Dir!
2. Herr, wir büßen vor Dir! Wofür büßen? Sind wir so schlecht, daß Gott, unser Vater, die Zuchtrute über uns schwingen muß? Wie haben wir der liebenden Vater-Vorsorge entsprochen? Ist alles wohl bestellt in unserm Schweizerhaus? Wohl fängt der Bundesbrief von 1291 an mit den Worten: "In Gottes Namen. Amen!" Ja, so sei es! So ist es verbrieft in der Urkunde im Bundes-Archiv in Schwyz. Es soll und darf aber nicht bloßer Buchstabe sein! Wenn Gott am Anfang, an der Wiege unserer Eidgenossenschaft steht, als erster Bundesherr Platz genommen hat, so sind wir Eidgenossen verpflichtet, Ihm auch den ersten Platz einzuräumen, und zu reservieren. Fangen alle Schweizer heute noch im Namen Gottes ihr Leben und ihr tägliches Tun und Werken an? Der Staat selber, geht er mit dem guten Beispiel voraus?
Der hl. Pfarrer von Ars sagt: "Zwei Dinge bringen den Menschen an den Bettelstab, nämlich: Unrecht Gut und Sonntagsschändung! Stützen die Grundmauern noch fest das Haus? Hat man nicht da und dort abbröckeln lassen am christlichen Geist und relgiösen Brauchtum? Ist die Fassade des Schweizer-Hauses nicht auch angeschwärzt vom düstern Zeitgeist und gottlosen Glaubensschwund? Ist der Sonntag noch der Tag, der in Ruhe und Besinnung verlebt wird gemäß dem 3. Gebot Gottes und der Kirche? Oder wie wir's noch gelernt haben im Unterricht: "Am Sonntag ruh und bete gern; der Sonntag ist der Tag des Herrn!" Eben so daß wir ehrlich und redlich singen dürfen: "Da gehet leise auf Seine Weise der Liebe Gott durch den Wald." -- Das hört sich so wunderbar poetisch an. Wieviele kennen die Ruhe und Besinnung des Sonntags nicht mehr! Der hl. Pfarrer hat also nicht Recht, wenn er vom Bettelstab redet, der dem Sonntagsschänder winkt! Oder doch! Ist unsere Staatsverschuldung mit Milliarden-Defizit nicht ein ganz großer "Tolggen" im Reinheft des Bundes? Auch ein Staat kann an den Bettelstab kommen, und dies nicht zuletzt wegen der Sonntagsentheiligung... Von den andern großen "Tolggen" im Reinheft des Schweizervolkes gar nicht zu reden: 5. Gebot: Du sollst nicht töten! Schon allein dieser Völkermord an den unschuldigen, ungeborenen Nachkommen im Schweizerland müßte der unendlich langmütigen Hand Gottes die Zuchtrute in die strafende Hand drücken. -- Und Gott schont immer noch? Wohl wegen der Gerechten, die Ihm in die strafende Hand fallen. Hätte Gott auf die Bitten Abrahams nicht noch geschont, wenn auch nur noch 5 Gerechte sich in Sodoma gefunden hätten? -- Wie lange noch schont Gott?
3. Herr, wir bitten Dich! Wir haben also auch allerhand auf dem Schuld-Konto. Wir haben andern Nationen nichts voraus, wir, die wir ja uns Christen nennen! Das Weiße Kreuz im Roten Feld soll und muß immer noch Mahnzeichen sein für jedes von uns, für alle Schweizer, uns an das Kreuz, an das wahre Kreuz Christi mit dem Erlösungswerk zu erinnern und zugleich uns fest einschärfen, daß auch wir auf keinem andern Weg als auf dem königlichen Weg des Kreuzes unser ewiges Varterland erreichen und die ewige Heimat uns erkämpfen müssen.
Herr, wir bitten Dich! Verzeih uns unsere Schuld. Alle, wir haben gefehlt, vor Dir, o Herr der Welt! Wir bitten Dich!
Es ist aller Grund da zum Bitten und Beten! Wenn die Kinder des Vaters im Himmel nicht mehr auf sein Wort hören wollen, seine 10 Gebote in den Wind schlagen wollen, dann schickt Er Seine Mutter Maria. Maria hat sich auch gezeigt in La Salette, in Lourdes, in Fatima, und noch an vielen andern Orten. Wohl sagt man, die große Offenbarung Gottes sei mit Christus und den Aposteln abgeschlossen. Das bedeutet aber nicht, daß Gott auch später noch, ja durch alle Jahrhunderte zu den Seinen, überall, wo es Ihm beliebt, sprechen darf. Jedes Sprechen Gottes ist etwas Großes, Heiliges, ganz gleich ob es an einen Propheten des Alten Bundes ergeht, oder an ein armes Bauernmädchen, wie Bernadette, das nicht lesen und schreiben kann. Hat nicht Petrus an der Pfingstpredigt klar davon gesprochen: "Es wird geschehen in den letzten Tagen (spricht der Herr) ich werde von meinem Geist über alles Fleisch ausgießen. Und eure Söhne und Töchter werden weissagen, eure Jünglinge werden Gesichte schauen. - Ja, über meine Knechte und über meine Mägde werde ich in jenen Tagen von Meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen." Joel 2,28-31.
So hat sich Maria in Fatima an drei unschuldige Kinder gewandt mit dem ernsten Weckruf. Luzia sagte: Zwei Mittel haben wir zur Verfügung. Buße und Gebet! Der Widersacher Gottes unternimmt alles, um uns zu zerstreuen und zum Sinnengenuß zu verführen, im Materialismus zu ersticken. Luzia sagt: "Man muß den Leuten sagen, daß sie nicht etwa darauf warten sollen, bis der Papst oder die Bischöfe, Pfarrer oder Ordensobere einen Aufruf erlassen zur Buße und zum Gebet. Es ist an der Zeit, daß jeder in eigener Initiative nach den Weisungen der Muttergottes heilige Werke vollbringe und sein Leben umgestalte." So Luzia von Fatima.
Wenn es heißt, Rußland werde sich bekehren, wäre dies auch schon ein Teil zur Lösung der Schwierigkeiten, unter denen wir heute leiden. Wie viele Fragen wären gelöst, wenn die vielen Milliarden, die man in Ost und West für Rüstung ausgibt, nun für die Linderung der Not und des Hungers verwendet würden! Kennen wir denn das Beispiel der Hl. Schrift nicht, welche berichtet, daß unter dem siebenmaligen Umgang der Israeliten unter den Klängen der Trompeten und dem Gebet des Volkes die Mauern von Jericho einstürzten, und sie als Sieger in die Stadt einzogen? Nicht von diplomatischen Verhandlungen das Heil erwarten, sondern die Macht des Gebetes einsetzen, um so die Mauern des Hasses, der Feindseligkeiten, der Zwietracht, und Unmoral niederzubeten und zu Boden ringen! Das Gebet ist immer noch die stärkste Waffe. Die Kugeln des Rosenkranzes feuern wir ab gegen den Ungeist der Welt, gegen den Widersacher Gottes...
Dem beharrlichen, vertrauensvollen Gebet ist immer noch der Endsieg versprochen. Darum: Betet, freie Schweizer, betet! Amen.
U.I.O.G.D.E.B.V.M.
Hl.
Erzengel Raphael
24. Oktober 1982, 21. Sonntag nach
Pfingsten
Das Fest des Hl. Raphael wurde von Papst Benedikt XV. für die ganze Kirche verbindlich erklärt. Man hat ihn aber bereits im neuen Kalender entwertet, indem man ihm keinen eigenen Tag mehr, nämlich den 24. Oktober, reserviert, sondern mit den andern 2 Erzengeln Gabriel und Michael zusammen feiern läßt. Raphael heißt soviel wie: Gott heilt. Er ist einer der sieben gewaltigen, feuerflammenden Engel, "die allezeit vor der Herrlichkeit Gottes stehen". So hat sich der Engel Raphael selber enthüllt, der den jungen Tobias als Azarias auf seiner Reise begleitete, vor dem Fisch errettete, der ihm die junge Sara als Frau vermittelte, und dem blinden Vater Tobias das Augenlicht wiedergab durch Bestreichen mit der Galle des Fisches.
Haben die Personen im Unglücks-Car, als sie von Filzbach wieder aufbrachen zur Heimreise und in Pfäffikon (ZH), 39 an der Zahl, wohl auch den Hl. Raphael, wie überhaupt die hl. Engel, angerufen? Warum so viele Unfälle, soviele Unglücke, auch in der letzten Woche wieder?
Raphael, d.h. "Gott heilt". Ausgerechnet ihm hat Gott befohlen: "Heile die Erde, die durch die bösen Engel verderbt wurde und verkünde der Erde Heilung, auf daß ihre Leiden gewendet werden." (Henoch 6. Kap.) Wie kein anderer Engel hat Raphael sich so lange auf die Erde herabgelassen. Im Buch Tobias lesen wir, wie er mit dem Jüngling Tobias viele Monate lang, ihn vor Gefahren bewahrend, durch das Mederreich gewandert. Raphael gehört zu den 4 Erzengeln, zusammen mit Gabriel, Michael und Uriel, und ist als einer der Thronengel dargestellt worden. Ihm untersteht eines der Engelheere. Er ist der Schutzherr aller Reisenden, auch für die große Reise ins Jenseits gilt er als Beschützer. Er ist auch Patron der Pilger, der Armen Seelen, der Eheleute, aber auch der Apotheker, der Bergknappen, der Schiffer und Dachdecker.
Der Vater Tobias, der blind ist,erinnert sich, daß sein Vetter in Rages noch Geld von ihm in Verwahrung hat. Da er seinen Sohn Tobias wegen der Räuber nicht gern allein hinschickt, suchen sie auf der Straße einen Gefährten. Der Jüngling Azarias gesellt sich zu ihm, in dem sich der Erzengel Raphael verbarg.
Sie ziehen des Weges, kommen an den Tigrisfluß. Tobias, ermüdet von der langen Reise, will sich im Fluß durch ein Bad erquicken. Da kommt ein großer Fisch, schnappt nach ihm. Azarias rettet ihn, rät ihm, den Fisch auszuziehen, und die Galle und Herz und Leber sorgfältig aufzubewahren. -- Wie sie sich nun Ekbatana nähern, erinnert der Engel den jungen Tobias, daß hier ein naher Verwandter, namens Raguel, wohne. Er eröffnete dem Jüngling auch, Raguel habe eine sehr schöne Tochter, des Namens Sara, und Tobias sollte bei ihrem Vater um ihre Hand anhalten. Tolbias aber fürchtet sich, weil er weiß, daß die sieben Männer, mit denen sie nacheinander verlobt war, alle in der ersten Nacht starben, sodaß Sara in der ganzen Stadt als "Männermörderin" im Verruf steht. Es war ein Dämon, namens Asmodäus, der jedesmal den Bräutigam der Sara getötet hatte.
Azarias, der Engel, aber verspricht dem Tobias Schutz in der Hochzeitsnacht, wenn er nach seinen Anweisungen handeln werde. Tobias hat Vertrauen zu dem geheimnisvollen und mächtigen Freund, willigt ein, und so werden sie vermählt. Azarias rät nun dem Jüngling, die ersten drei Nächte mit der Braut nur zu beten, und dabei Herz und Leber des Fisches zu verbrennen; damit wird der böse Geist gebannt. Tobias nimmt die Glühasche des Räucherwerkes, legt Herz und Leber des Fisches darauf, und räuchert damit. Der Dämon flieht in die Gefilde Oberägyptens, und der Engel fesselt den Dämon. Nun sagt Tobias zu Sara: "Schwester steh auf! wir wollen beten, daß der Herr sich unser erbarme!" Tobias beginnt: "Gepriesen seist Du, Gott unserer Väter, gepriesen sei Dein heiliger und ehrwürdiger Name in Ewigkeit! Preisen sollen dich die Himmel und alle Geschöpfe! Und nun, Herr, nicht aus Sinnlichkeit heirate ich diese meine Schwester, sondern aus lauterer Absicht. Mögest Du Dich meiner erbarmen und mich mit ihr zu einem hohen Alter gelangen lassen!" Azarias, also Raphael, anerbietet sich nun selber, das Geld zu holen beim Verwandten Gabael.
Wie sich nun Azarias in der Heimat Tobias zu erkennen gibt? "Nun denn, als du betetest, du und deine Schwiegertochter Sara, brachte ich euer Gebetsopfer vor den "Heiligen" und als du die Toten begrubest, stand ich dir zur Seite. Gott hat mich gesandt, dich und Sara zu heilen. "Ich bin Raphael, einer von den sieben heiligen Engeln, die die Gebete der Heiligen darbringen, und zu der Majestät des "Heiligen" Zutritt haben. -- Und jetzt danket Gott, denn ich steige auf zu Dem, der mich gesandt hat, schreibt alles in ein Buch!" -- Wie viele herrliche Lehren wären diesem herrlichen Geschichtsbuch Tobias zu entnehmen, wenn man es nur besser kennen würde. Wahre Fundgruben für junge Leute, wie sie ihre Eltern achten, ehren und lieben müssen. Eine Fundgrube herrlicher Anweisung für eine saubere, reine Bekanntschaft, und Eheleben im Dienste Gottes, mit Gebet verbunden und geheiligt!
Wie viele Aufmunterung liegt in diesem biblischen Geschehen, diesen hl. Engel besonders zu verehren, wie überhaupt die ganze Heerschar der ungezählten Geister des Himmels. Wie kann ein Seelsorger den Kindern seiner Pfarrei sagen: "An die Engel soll glauben, wer will! Unbegreiflich! Im Buch Tobias ist aber auch ein klarer Beweis gegeben für die Existenz der bösen Geister. Wie kann ein Herbert Haag sich vermessen, ein Buch zu schreiben mit dem Titel "Abschied vom Teufel"? Nach ihm werden also alle Menschen selig. Zu allem Überfluß hat sein Kollege Hans Küng das neueste 31. Buch mit dem Titel "Ewiges Leben?--?" mit Fragezeichen versehen. Für Hans Küng gibt es nur diese Alternative: "Entweder stirbt jeder Mensch ins Nichts oder aber in Gott hinein!
Die Schlußfolgerung wäre also: Es gibt keine Hölle. Er kann es der unendlichen Barmherzigkeit Gotts und der Gerechtigkeit nicht zumuten, eine Menschenseele für alle Ewigkeit zu verdammen.
Seine eigentliche Aufgabe sieht der neue Kirchenlehrer Hans Küng darin, die "Wahrheit in Wahrhaftigkeit zu sagen, das heißt, nichts zu schreiben, was er selber nicht glaubt, und nichts zu verschweigen, was und weil es unbequem zu hören ist.
Der hl. Paulus hat aber die Existenz und die Aufgabe der Engel so formuliert: "Sind sie nicht alle dienende Geister, zum Dienste ausgesandt um derer willen, die das Heil erben sollen." (Hebr. 1,14)
Wie klar redet der göttliche Heiland selber von den hl. Engeln und deren Aufgabe an den Menschen. Er ließ sich ja selber von ihnen dienen. Nach der Versuchung durch den Höllenfürst Satan in der Wüste "treten Engel an Ihn heran und dienen Ihm." Von den riesigen Scharen der himmlischen Geister, die Ihm in Seinem Erdenleben dienten, nicht zu reden! Ein Engel tröstete auch Ihn, den blutschwitzenden Heiland am Ölberg zu Beginn Seines bitteren Leidens. Nach beglaubigten Botschaften verfügt Maria über ein Heer von 1000 Engeln, die ihr dienen und zu Gebote stehen. Und wir, armselige Menschenkinder, trotz unserer Armseligkeit, "nur wenig unter die Engel gestellt", sollten in den Kämpfen des Gottesreiches gegen Satans Reich hilflos, ohne Schutz, ohne Führung vom Himmel aus, wofür wir ja bestimmt sind, dastehen und streiten?
Die gottselige Katharina Emmerich, die große Visionärin, sah, daß die Großen dieser Welt auch Geister von größerer Gewalt dieser Gattung haben, und ich "sehe aber auch wieder Engel von großer Gewalt gegen sie auftreten. Ich hatte einen Blick auf die Schweiz und sah, wie der Teufel da in vielen Regierungen gegen die Kirche schürt." Ob es heute wohl in unserm lieben Vaterland bei Regierung und Volk besser aussieht? "Ich kann nicht sagen, wie unzählige Geister ich gesehen! Die Luft würde sich verfinstern, wenn sie Körper hätten. -- Ich sehe oft, daß ein Mensch einen andern Schutzengel erhält, wenn er eines andern Schutzes bedarf. Ich habe bei mehreren Gelegenheiten einen andern Führer gehabt." So sagt die gottselige Katharina Emmerich.
Haben wir also großes Vertrauen auf den Schutz des hl. Raphaels auf unserm Pilgerweg auf Erden. Haben wir aber auch tägliche Verehrung zu unserem persönlichen Schutzgeist! Viel mehr Verehrung der gottgesandten Himmelsgeister! "Denn ihre (unsere) Engel schauen immerfort das Angesicht meines Vaters, der im Himmel ist." Amen.
U.I.O.G.D.E.B.V.M.
Allerheiligen
1984
In den kürzlich vergangenen Tagen hat man verschiedene Männer hoch gespielt, hoch gejubelt, ja sogar unter die Zahl der Heiligen aufgenommen, die keineswegs in diesen Kalender hinein gehören.
Am Gallusfest kürzlich hat ein Professor aus Zürich anläßlich des 500sten Geburtstages von Joachim von Wadt, Vadian genannt, hoch leben lassen. Dieser Stadtbürgermeister von St. Gallen hat genau das Gegenteil getan, was St. Gallus getan. Gallus hat uns den katholischen Glauben gebracht. Vadian hat in St. Gallen und Umgebung die Reformation eingeführt. Damit hat er viele Seelen von der Kirche losgerissen und abtrünnig gemacht vom wahren Glauben. Auf sein Geheiß hin fuhren die Werkleute mit Äxten und Beilen in die Statuen der Heiligen an den Wänden des Gallusmünsters, schlugen die Altäre, die Kanzel, die Beichtstühle, die Reliquienschreine kurz und klein, und 40 Wagenladungen fuhren damit zum Brühl hinaus, wo alles auf einen Haufen geworfen und verbrannt wurde, darunter auch die Reliquien des hl. Gallus. Dafür wird dieser Kultur-Barbar Vadian heute noch belobigt.
Man hat am 1. Januar anläßlich des 500sten Geburtstages von Huldreich Zwingli diesen Reformator gefeiert, der die Reformation in der Schweiz einführte, und viele Tausende von Katholiken von der wahren Kirche abfallen ließ.
Man hat letztes Jahr Martin Luthers 500sten Geburtstag gefeiert, und mit welchem Jubel und Lobeshymnen! Man hat ihn sogar von höchster kirchlicher Seite als "Vater des Glaubens" gefeiert. P. Ives Congar, einer der Hauptinspiratoren des letzten Vatikanischen Konzils, hat in "Le Monde" folgenden Ausspruch getan: "Luther ist eines der größten Genies der ganzen Geschichte. Ich stelle ihn in dieser Hinsicht auf die gleiche Ebene mit dem hl. Augustinus, dem hl. Thomas von Aquin oder Pascal. In gewissem Sinn ist er sogar noch größer. Er hat das ganze Christentum neu durchdacht." So P. Congar, einer der am Konzil maßgeblich beteiligt war. Da ist jeder Kommentar überflüssig.
Von diesen neuesten Heiligen wenden wir uns mit Recht ab. Sie sind von wahrer Heiligkeit meilenweit entfernt. Wenden wir uns heute am Allerheiligenfest den wahren Heiligen zu, und zwar nicht bloß jenen, die im Römischen Heiligenkalender stehen, sondern dazu den vielen Millionen ungenannter Heiliger, zu denen ja vielleicht auch Glieder aus unserer näheren Verwandtschaft gehören. Jene Heilige nämlich, die im Stande der Gnade Gottes gestorben sind, das Fegfeuer bereits verlassen haben und in der Anschauung Gottes sich befinden. Was tun diese Heiligen im Himmel?
Der hl. Augustinus, dieser große Gottsucher und gottliebende Kirchenvater gibt die wahrhaft klassische Antwort: 1. Vacabismus. 2. Videbimus. 3. Amabimus. 4. Laudabimus.
Ad 1: Vacabimus. Wir werden ausruhen, ruhen in Gott. Das ist ja das Ziel, das Endziel aller vernünftigen Geschöpfe. Alle Geschöpfe, auch die vernunftlosen, suchen aus natürlichem Drang die Ruhe. Denn aller Bewegung Ende und Ziel ist die Ruhe. Jedes Geschöpf ruht an seinem Ort. Jedem hat Gott seine Heimat gegeben, dem Vogel die Luft, dem Fisch das Wasser. Wirf den Fisch in die Luft; er verdirbt. Wirf den Vogel in das Wasser; er ertrinkt. Nimm den Stein, wirf ihn in die Luft; er kehrt zur Erde zurück. -- Die Heimat, der Ruheort der Seele ist nur Gott. Gott ist mein Vaterland, Gott die natürliche Heimat meiner Seele. "In allen Dingen habe ich Ruhe gesucht, habe aber nicht Ruhe gefunden, außer nur in Gott." Sirach 24,11. Das unsterbliche, immer wieder zitierte Wort des Gottsuchers Augustinus gehört hieher: "Unruhig ist unser Herz bis es ruht in Dir, o Gott." -- So hat also die Seele ihr Schwergewicht dorthin zu fallen, woher sie gekommen ist: Von Gott zu Gott! Der Seele natürlichstes Verlangen und Drängen zielt auf Gott. Der Seele unnatürlichstes, unvernünftiges, unglücklichstes Verlangen ist: Abkehr, weg von Gott, Sünde!
Die Seligkeit, so der Philosoph Boëtius: Status omnium bonorum aggregatione perfectus = der bleibende Zustand aller Güter im vollkommenen Besitz. Überdenken wir einmal in aller Tiefe und Gründlichkeit, was dies besagt, heißen will. Welch krasser Gegensatz hier und dort! Im irdischen und im ewigen Leben! Hier stete Unruhe, stete Hast, stete Jagd nach dem Leben, nach den Gütern der Welt, nach Geld, Genuß! - Dort das Ausruhen, das Besitzen ohne Angst, es zu verlieren. Mit welcher Zähigkeit, und Besorgtheit hangen wir am Leben! Und wenn sich eine ernste Krankheit zeigt!
Jene alte Jungfer, die wirklich nichts Schönes hatte im Leben, keine Angehörigen, kein Geld, kein Holz mehr, um die Stube zu erwärmen, im Küchenkasten eine gähnende Leere, um den Hunger zu stillen und bei Nachbarn essen durfte. Wie hat sie gejammert: O, wenn ich nur sterben könnte! Ich habe ja doch nichts vom Leben. Als sie ein Jahr später wirklich totkrank wurde und ich sie versehen durfte, da tönte es anders: "O, wenn ich nur noch ein Jährlein leben könnte, wie gerne nähme ich es an!" - O, dieses Ringen nach dem Leben, im Sterben noch! - In der Ewigkeit ist Ruhe. Wie sind sie selig und glücklich in dieser Ruhe, in dieser ewigen Ruhe, die wir mit der Hl. Kirche ihnen immer wieder wünschen. "Herr, gib ihnen die ewige Ruhe!"
Ad 2: Videbimus: Wir werden schauen, bei Gott sein. Aug und Aug, Herz an Herz! Eins mit Ihm! Das ist das Herrlichste, das Beglückendste im Himmelreich! Der Psalmist sagt: "Die Heiligen sollen in Herrlichkeit jubeln! Wir werden Gott schauen, wie Er ist. Gott muß die Seele in Sein Licht hineinheben: Das sogenannte Licht der Glorie. Welch ein Blick, wenn die Seele zum ersten Mal Gott erschaut! Und dieser Blick wird nicht stumpf, nicht übersättigt, nicht müde. Er taucht immer wieder mit neuer Lust und Wonne in diesen Ozean des Lebens, dieses unergründliche, unerschöpfliche Meer der Schönheit, der Wahrheit, des Gutseins - Gott. Wir haben keine Sekundenlänge mehr Lust, uns von Ihm zu trennen d.h. auch keine Möglichkeit der Sünde, des Abfalls von Gott. Wir werden Gott ewig schauen.
Vor Jahren (1944) wurde in Luzern ein gebildeter Mann und Laienapostel, Gerichtspräsident Widmer, zur Erde bestattet. Eines seiner letzten Worte war: "Ich freue mich auf Gott!" -- Das letzte Buch, das er studierte, war: Die Erklärung der Bergpredigt, das Gebet des Herrn und das Evangelium von der Vorsehung: "Sorget nicht ängstlich." Das waren die letzten, aber auch richtigen Quellen, aus denen er Trost und Kraft schöpfen konnte: "Wie freue ich mich auf den Himmel!" Welch herrliches Wort aus dem Munde eines sterbenden, gebildeten, 47jährigen Mannes. Es ist auch aller Grund zur Freude!
Ad 4: Amabimus et laudabimus: Wir werden Gott lieben und loben, den, Dem wir auf Erden schon unsere Liebe geschenkt haben, und so oft gebetet haben: "O Gott, ich liebe Dich aus ganzem Herzen, mit meinem ganzen Gemüte." .. "Im Hause Meines Vaters sind viele Wohnungen", also auch Abstufungen. Die Stufe der Seligkeit richtet sich nach der Liebe des Gotteskindes. Je größer diese Liebe ist, umso fähiger ist es des göttlichen Lichtes. Umso größer ist auch die Vollkommenheit der Anschauung. Die Liebe richtet sich nach den Handlungen des Menschen. Die Handlungen sind aber nicht aus sich verdienstlich, sondern aus der Tugendhaltung, die ihr innewohnt. Die Liebe zu Gott, die ein Mensch schon auf Erden hat, ist der Gradmesser für die kleinere oder größere Seligkeit, die er im Himmel hat. Was nicht im Stande der Gnade, als Kind Gottes getan ist, zählt nicht und ist angefressen vom Wurm, ist wurmstichig. -- Es ist darum auch zu verstehen, daß nicht in erster Linie die Reichen, die hochgebildeten Persönlichkeiten den Schlüssel zur größern Seligkeit haben, sondern die einfachen, die schlichten, wahrhaft gottverbundenen Seelen, die alles, was sie tun aus größtmöglicher Liebe zu Gott tun und allem den Stempel der wahren Gottesliebe aufdrücken. Darum wundern wir uns nicht, wenn St. Thomas lehrt: Drei Gattungen von Seelen dürfen eine besondere Krone im Himmel erwarten: Die Lehrer der Wahrheit, die jungfräulichen Seelen und die Martyrer. Die 8. Seligpreisung ist gleichsam die Krone und Erfüllung aller andern 7 Seligkeiten: Selig, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen; denn ihrer ist das Himmereich!" Gott lieben und loben ohne Ende ist der Seligen Aufgabe.
Ein tugendhafter Jesuitenfrater lag im Sterben. Er wurde getröstet von einem Pater. Dieser gab ihm Aufträge auf für den Himmel, wenn er drüben angekommen sei. Der Sterbende fragte: "Was soll ich denn sagen, wenn ich im Jenseits ankomme? Ich weiß was! Ich werde einfach sagen laut: "Gelobt sei Jesus Christus." Und der ganze Himmel, alle Engel und Heiligen, werden antworten: "In Ewigkeit. Amen."
U.I.O.G.D.E.B.V.M.
Letzter Sonntag nach Pfingsten
25. November 1985
Ein Forschungsreisender auf der Insel Island mußte eines Tages auf seinem Pferde einen reißenden Fluß durchschwimmen. Während das tapfere Roß mit den schäumenden Wogen kämpfte, blickte der Reiter ganz unklug immer wieder in den reißenden Strudel und in die tobenden Wasser hinein, bis er anfing, in seinem Sattel schwindlig zu werden und in Gefahr kam, vom Pferde zu fallen, und vom Wasser fortgeschwemmt zu werden. Sein Führer sah sich nach ihm um, erkannte auf den ersten Blick die Gefahr. Er ruft dem Gelehrten zu mit lauter Stimme: "Fassen Sie die Küste ins Auge!" -- Der gelehrte Forscher gehorchte, und wandte seine Augen ab von den Wassern und Wellen, richtete sein Auge fest auf das vor ihm liegende Festland und erreichte so glücklich das Ufer.
Ihr, und ich, wir alle steuern unsern Lebenskahn durch die Wogen und Wellen dieser Zeit. Manchmal möchte man fast verzagen im Strom und Wirbel dieser kurz bemessenen Zeit. Machen wir es wie jener Reiter: "Fasse die Küste, das feste Land unverwandt und fest ins Auge!"
Schauet hinein ins verheißene Land!
Auf Erden liegt es nicht,
Wovon das Herz in bangen Stunden spricht!"
Wie oft haben wir schon, und werden wir nach der Predigt gleich sprechen: "Ich glaube an das ewige Leben"? Von diesem Leben, dem kein Tod mehr folgt, welches erst das wahre Leben ist, von jenem seligen Lande, an das man vielleicht so wenig denkt, das man zu wenig ins Auge faßt, reden wir heute:
Die Katechismusfrage lautet: "Wer kommt in den Himmel?" Und die sogleich darauf folgende Antwort: "In den Himmel kommen diejenigen, welche von allen Sünden und Sündenstrafen frei sind." -- "Nichts Unreines wird dort eingehen, sagt Johannes in der Geheimen Offenbarung, 21, 27.
Wo ist der Himmel? Zunächst die Frage: Was ist der Himmel? Der Katechismus gibt die Antwort: "Der Himmel ist der Ort der ewigen Freude. Der Himmel ist der Ort der höchsten und ewigen Glückseligkeit der Gerechten. Der Sohn Gottes nennt ihn auch das Haus Seines Vaters. "Im Hause Meines Vaters sind viele Wohnungen", so tröstet er die Jünger bei Seinem Abschied im Abendmahlssaal. Er nennt den Himmel auch "das Ewige Leben": "Die Gerechten werden eingehen in das ewige Leben." Matth. 25, 46.
Wo ist der Himmel? Das wissen wir nicht. Wir glauben, daß er über den Sternen sei. Dorthin ist Christus aufgefahren. "Und von dort wird Er wiederkommen, wie ihr Ihn habt auffahren sehen", sagen die Engel zu den Aposteln, die dem himmelfahrenden Meister nachschauen.
"Über den Sternen, da wird es einst tagen,
Da wird dein Hoffen, dein Sehen gestillt.
Was du gelitten, was du getragen,
Gott, Dein allmächtiger Vater vergilt."
Der Himmel ist das Reich, dessen König Jesus Christus ist. Er sagt es ja ausdrücklich vor Pilatus: Aber Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Der reuige Schächer fleht den sterbenden Heiland an: "Herr, gedenke Meiner, wenn Du in Dein Reich kommst."! -- Der Himmel ist unser eigentliches Vaterland, die Heimat der Seele.
Worin besteht denn die Glückseligkeit der Gerechten im Himmel? fragt der Katechismus und gibt zur Antwort: "Die Gerechten im Himmel sind von allen Übeln befreit; sie schauen Gott und genießen unaussprechliche Freuden." So der Katechismus. Früher habe ich manchmal gedacht: Der lahme Mönch Hermanus Contractus, d.h. der Gekrümmte, auf der Insel Reichenau, hat doch etwas schwarz gesehen, als er betete: "Zu Dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen." -- Heute hat man dieses herrliche Bittgebet des Lahmen Hermann nach der hl. Messe glatt gestrichen. Warum denn wohl? Weil die Erde jetzt in ein Tal der endlosen Freuden und in ein wonniges Paradies verwandelt wurde!! Hat der Mönch auf der Reichenau so unrecht? -- Von einem König liest man: Er hat sich am Tage der Thronbesteigung ein silbernes Glöcklein machen lassen, damit man es ihm läute an jedem Tage, den er ohne Leid und Kummer zugebracht hätte. -- Und? Der König ließ es einmal läuten, und zwar am Tage seines Todes. -- Wie erginge es wohl uns? Wie oft müßte man uns das silberne Glöcklein läuten? -- Die ganze Welt ist ja voll Ach und Weh. Der Tränen werden viele geweint, solange uns des Lebens Sonne scheint." -- Der große Astronom Newton hat einmal gesagt: "Wenn ich in die Welt hinein schaue, so sehe ich einen großen Haufen Elend und einen kleinen Haufen Glück."
Aber am Tage unserer seligen Himmelfahrt ist alles, alles vorüber. Weit unten sehen wir noch unser Heimathaus und das Dorf und das ganze Tal der Tränen. Weit zurück lassen wir aber die Kreuze, die wir in Erdentagen getragen, die Stätten alle, an denen wir gewirkt und gelebt und gelitten haben. Jetzt sind sie fern; kein Erdenleid ficht uns mehr an. "Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen; der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Klage, noch Schmerz." Ap. 21, 4.
2. Selige Ruh in ewiger Freud. Ein braves Kind schaute einst unverwandt ins Abendrot und sagte endlich: "Mutter, wie schön muß doch der Himmel sein, wenn er auf der Kehrseite, auf unserer Seite, schon so wunderbar ist!"
Von der Herrlichkeit des Himmels sprechen wollen, ist ein schweres, ja ein unmögliches Unterfangen, da doch der Apostel Paulus in die Worte ausbricht: "Kein Auge hat es gesehen, und kein Ohr hat es gehört, und in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben." 1. Cor. 2, 9. -- Der König David spricht zu Gott: "Sie werden trunken sein vom Überfluß Deines Hauses, und mit den Strömen der Freude wirst Du sie tränken." Psalm 39, 5.
Die Seligkeit im Himmel ist so groß, daß kein Verstand es ausdenken, kein Mund es aussprechen, und kein Herz es hier je erfühlen kann.
Im Himmel ist ewige Ruhe. Wenn für die Verstorbenen gebetet wird: "Herr, gib ihnen die ewige Ruhe!, so heißt dies doch, daß auf Erden noch nicht die Rede sein kann von jener seligmachenden, beglückenden Ruhe im Jenseits. Die Erde ist ein Jammertal voll Unruhe, voll Sorge, voll Unrast, voll Not, voll Arbeit und Plage, aber der Himmel ist der Ort, das Reich des ewigen Friedens. Da ist keine Träne mehr, kein Leid und keine lästige Versuchung, keine Sünde. Ja, es ist wahr, was wir am Grab der lieben Heimgegangenen singen:
"Über den Sternen, da wehen die Palmen,
Himmlische Labung, o Dulder, dir zu;
Engel begleiten mit heiligen Psalmen
Todmüde Herzen zur ewigen Ruh."
Und droben leuchtet das ewige Licht. Die Seligen schauen Gottes Schönheit, ewig alt und ewig jung, und Er selber ist das ewige Licht. Die Mauern und alle Gebäude des "ewigen Jerusalem" sind aus den kostbarsten Edelsteinen erbaut, sagt die Geheime Offenbarung. Riesenperlen sind seine 12 Tore. Die Straßen sind reines Gold wie durchscheinendes Glas. Die Stadt bedarf weder der Sonne, noch des Mondes; denn die Herrlichkeit Gottes umleuchtet sie. Dort ist keine Nacht mehr und keine Finsternis; dort blüht ein ewig seliger Morgen, und es leuchtet den Gerechten das ewige Licht."
Im Himmel gibt es ein Wiedersehen! "Auf Wiedersehen!", so schreibt man auf die Schleifen der Grabkränze für die Toten, und auf die Grabsteine. "Wenn Ich hingegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, will Ich wiederkommen, und euch zu Mir nehmen, damit auch ihr da seid, wo Ich bin, sagt der Herr in der Abschiedsrede. Joh. 14, 3. -- Im Himmel wartet auf uns eine große Anzahl unserer Freunde", so tröstet der hl. Cyprian. Wie erst wird das Wiedersehen, oder erstmalige Schauen der Gottesmutter, des Hl. Josef, unserer seligen Namenspatrone, unseres hl. ständigen Begleiters, des hl. Schutzengels!
Damit wir aber diesen Ort der Ruhe und des ewigen Friedens erobern, müssen wir uns hier schon vorbereiten.
Der protestantische Professor Tholuk machte eine Reise in Italien. Ein alter Kutscher führte ihn. Er wurde dem Professor so lieb, daß er beim Abschied ihn fragte: "Welches ist nun noch der größte Wunsch Ihres Herzens? -- Er besann sich nicht lange. Der alte Kutscher antwortete tränenfeuchten Auges: "Morire in pace con Dio!" -- Der hl. Bernhard mahnt: "Schau auf den Stern, schau auf Maria! Sie ist die Pforte des Himmels. Daß wir unser Auge unverwandt und fest auf das Festland drüben richten, dazu gebe euch den Segen der Allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Hl. Geist. Amen.
Transkription ab Originalmanuskripten: P.O. Schenker, © by Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell